Arbeitsfeld
Die Hauptziele Mobiler Jugendarbeit leiten sich aus § 1 Abs. 3 i. V. m. § 9 Abs. 2 und 3 SGB VIII ab und finden ihre Konkretisierung in den §§ 11 und 13 SGB VIII. Mobile Jugendarbeit ist ein an der Lebenswelt junger Menschen und dem Gemeinwesen orientiertes Angebot der Jugendarbeit nach § 11 SGB VIII und eine Form der Jugendsozialarbeit gemäß § 13 SGB VIII zur sozialen Integration junger Menschen.
Als ein Kontaktangebot in der Lebenswelt junger Menschen hat Mobile Jugendarbeit zum Ziel, soziale Benachteiligungen abzubauen und die Integration in die Gesellschaft zu fördern.
Mobile Jugendarbeit basiert auf einem humanistischen Menschenbild. In der Arbeit mit jungen Menschen werden demokratische Werte und ethische Grundsätze der menschlichen Würde und der Gleichwertigkeit aller Menschen vertreten. Dadurch haben alle Adressat*innen unabhängig von Hautfarbe, Herkunft, Religion, Geschlecht, körperlichen bzw. geistigen Behinderungen oder sexueller Orientierung Zugang zum Angebot.
Zielgruppe sind junge Menschen im Alter von 14 – 27 Jahren in ihren selbstgewählten Gruppenstrukturen, sowie angrenzende Altersgruppen und sozial benachteiligte und von der gesellschaftlichen Teilhabe ausgeschlossene junge Menschen. Die Fachkräfte sind auch Ansprechpartner*innen für Schulen, Stadt- und Gemeindeverwaltungen, das Gemeinwesen und andere Akteur*innen im Sozialraum.
Innerhalb des sozialpädagogischen Konzeptes werden folgende vier Handlungsfelder vereint, die ebenso im Selbstverständnis von JugendLand zu finden sind:
Aufsuchende Arbeit: kontinuierliches und gezieltes Aufsuchen von jungen Menschen im Sozialraum, um Kontakt herzustellen und zu halten, Vertrauen aufzubauen und für jugendrelevante Themen Ansprechpartner*in zu sein
Arbeit im Gemeinwesen: Interessenvertretung gegenüber verwaltungspolitischen Entscheidungsträger*innen, aktive Teilnahme in Arbeitsgruppen, Gremien und lokalen Netzwerken, um Bedürfnisse junger Menschen transparent zu machen, für diese einzutreten und Benachteiligungen abzubauen
Einzelarbeit: ressourcenorientierte Unterstützung und Beratung von jungen Menschen bei individuellen Themen sowie Herausforderungen, Stärkung der Lebenskompetenzen, bei Bedarf Weitervermittlung zu weiterführenden Hilfsangeboten
Gruppen- und Projektarbeit: Begleitung von Jugendgruppen in gruppendynamischen Prozessen und bei der Umsetzung ihrer eigenen Ideen, Organisation von Projekten und alternativer Freizeitgestaltung, Schaffung von Räumen für die aktive Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Themen
Die Arbeit ist konzeptionell langfristig angelegt in der Absicht, jugendförderliche Strukturen im Gemeinwesen zu entwickeln und zu stabilisieren. Kontinuität, Verlässlichkeit, Freiwilligkeit und Transparenz der Angebote sind wichtige Grundsätze, um die Voraussetzung für stabile und vertrauensvolle Beziehungen zu jungen Menschen, Netzwerkpartner*innen und Akteur*innen im Sozialraum zu schaffen.






