Sexuelle Grenzverletzungen unter Minderjährigen stellen immer noch ein großes Tabuthema dar. Aufgrund aktueller Zahlen und Erfahrungswerte ist es jedoch unerlässlich, dass sich Fachkräfte, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, mit dieser Problematik auseinandersetzen. In der Konfrontation mit sexueller Grenzverletzung stehen Fachkräfte einer komplexen und schwer durchschaubaren Situation gegenüber. In der Dynamik zwischen den Institutionen, den betroffenen und den grenzverletzenden Kindern und Jugendlichen und den Sorgeberechtigten werden Spannungsfelder deutlich, welche spezifisches Fachwissen und klare Handlungsrichtlinien erfordern. Die Fortbildung bietet Einblicke in eine Differenzierung zwischen gelingender Sexualität und sexuellen Übergriffen zwischen Kindern und Jugendlichen und es werden geeignete Handlungsoptionen im Umgang mit sexuell grenzverletzenden Kindern und Jugendlichen erarbeitet. Dabei ermöglicht das Seminar eine persönliche Auseinandersetzung und Reflektion mit der eigenen Haltung gegenüber den betroffenen und übergriffigen Kindern und Jugendlichen. Zudem werden ebenso die Möglichkeiten der präventiven Maßnahmen in Institutionen und ihre Handlungsmöglichkeiten beleuchtet.

Referent*innen: Jan Schweinsberg & Anja Müntzenberg
Methoden: Theorieinput, Kleingruppenarbeit, Fallbearbeitung
Zielgruppe: Fachkräfte der Jugendhilfe mit Adressat*innengruppen ab 12 Jahren

Termin: 9. bis 10. November 2022
Ort: ein Tagungshaus in Sachsen

Kosten:
Mitglieder: 120,00 EUR
Nichtmitglieder: 140,00 EUR
(inklusive Verpflegung und Übernachtung)

Ansprechpartner*in: Anja Müntzenberg
Telefon: (0371) 5 33 64 – 21

Infos und Anmeldung (agjf-sachsen.de)